Mit der Inbetriebnahme des ersten gro? angelegten Systems für erneuerbare Energie an der Qinling-Station – Chinas neuester Forschungsstation in der Antarktis – und der Ver?ffentlichung eines Fahrplans für die Entwicklung sauberer Energie für die Region übernimmt China nach Ansicht von Experten die Führung bei der F?rderung der grünen Energiewende in der Antarktisforschung.
Die Qinling-Station, die im Februar letzten Jahres in Betrieb genommen wurde, aktivierte im M?rz dieses Jahres ihr hybrides Stromversorgungssystem, was einen Durchbruch Chinas bei Schlüsseltechnologien für polare Energieanlagen und Energiesysteme bedeute, erkl?rte Sun Hongbin, ein führender Polarenergiewissenschaftler am Polar Research Institute of China.
Saubere Energie mache potenziell über 60 Prozent der gesamten Stromversorgung des Systems aus, erl?uterte Sun. Das Hybridsystem kann in Zeiten ohne Wind oder Sonnenlicht etwa 2,5 Stunden Strom liefern, was einen kurzfristigen umweltfreundlichen Betrieb der Forschungsger?te und der grundlegenden Wohneinrichtungen der Station gew?hrleistet.
In krassem Gegensatz dazu steht die über 90-prozentige Abh?ngigkeit von fossilen Brennstoffen an den meisten der über 90 Forschungsstationen in der Antarktis, wo die Kohlenstoffemissionen weiter steigen, erl?uterte Sun.
?Wie eine saubere Energiewende in der Antarktis erreicht werden kann, ist eine entscheidende Frage für die globale wissenschaftliche Gemeinschaft“, betonte er.
Im vergangenen Jahr hatte das Polar Research Institute of China in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen einen 12-Jahres-Entwicklungsplan für die Nutzung sauberer Energie in der Antarktis ver?ffentlicht, der Leitlinien für die Forschung und Entwicklung sauberer Energietechnologien in antarktischen Wissenschaftsstationen enth?lt.
China gehe durch den schrittweisen Einsatz von Solar-, Wind- und Wasserstoff-Energiesystemen die Herausforderung einer stabilen Energieversorgung in den Polarregionen an und biete einen gangbaren Weg für einen kohlenstoffarmen Kraftwerksbetrieb, erkl?rte Kim Yeadong, ehemaliger Pr?sident des Wissenschaftlichen Komitees für Antarktisforschung.
Diese Initiativen stünden nicht nur im Einklang mit dem globalen Umweltkonsens, sondern trügen auch zu einer sauberen chinesischen L?sung für die Energiewende in der Antarktisforschung bei, fügte er hinzu.