Der zweite China-Zentralasien-Gipfel hat am Dienstagnachmittag in Astana stattgefunden. Den Vorsitz führte der kasachische Pr?sident Kassym-Schomart Tokajew.
An dem Gipfel nahmen der chinesische Staatspr?sident Xi Jinping, der kirgisische Pr?sident Sadyr Dschaparow, der tadschikische Pr?sident Emomali Rahmon, der turkmenische Pr?sident Serdar Berdimuhamedow sowie der usbekische Pr?sident Shavkat Mirziyoyev teil.
In seiner Grundsatzrede mit dem Titel ?Den China-Zentralasien-Geist f?rdern und die hochwertige Entwicklung der regionalen Kooperation vorantreiben“ erkl?rte Staatspr?sident Xi Jinping, er freue sich darüber, dass die beim ersten China-Zentralasien-Gipfel erzielten Konsensergebnisse umfassend umgesetzt wurden. Der Weg der Zusammenarbeit werde immer breiter, die Blüte der Freundschaft immer pr?chtiger.
Im Laufe der praktischen Zusammenarbeit h?tten China und die zentralasiatischen L?nder gemeinsam den ?China-Zentralasien-Geist“ entwickelt und gepr?gt. Dieser sei gekennzeichnet durch gegenseitigen Respekt, gegenseitiges Vertrauen, gegenseitigen Nutzen und gegenseitige Unterstützung sowie durch das gemeinsame Streben nach Modernisierung durch hochwertige Entwicklung.
Angesichts tiefgreifender Umbrüche in der Welt betonte Xi, nur durch ein festes Bekenntnis zu Gerechtigkeit und das Streben nach gegenseitigem Nutzen k?nne der Weltfrieden gewahrt und gemeinsame Entwicklung erreicht werden. Zoll- und Handelskriege h?tten keine Gewinner und Unilateralismus, Protektionismus sowie Hegemonie schadeten letztlich allen.
Er vertrete konsequent die Auffassung, dass die Geschichte nicht zurückgedreht, sondern vorangebracht werden müsse; die Welt dürfe nicht gespalten, sondern müsse geeint werden; die Menschheit dürfe nicht zu den Gesetzen des Dschungels zurückkehren, sondern solle eine Gemeinschaft mit geteilter Zukunft aufbauen.
Mit Blick auf die Zukunft rief Xi dazu auf, sich vom China-Zentralasien-Geist leiten zu lassen und mit entschlossenerem Handeln sowie praktischen Ma?nahmen die Zusammenarbeit zu vertiefen und den hochwertigen Ausbau der Seidenstra?en-Initiative gemeinsam voranzutreiben, mit dem Ziel einer eng vernetzten Gemeinschaft mit geteilter Zukunft.
Zun?chst müsse der ursprüngliche Geist der Einheit auf Grundlage gegenseitigen Vertrauens und best?ndiger Unterstützung entschlossen bewahrt werden. Zweitens solle die Zusammenarbeit durch eine praxisorientierte, effiziente und tiefgreifend integrierte Kooperationsstruktur weiter optimiert werden. Drittens solle gemeinsam ein friedliches und stabiles Sicherheitsumfeld geschaffen werden, in dem sich die L?nder in Solidarit?t gegenseitig beistehen. Viertens sei es notwendig, die zwischenmenschlichen und kulturellen Verbindungen zu st?rken, um Verst?ndnis, Verbundenheit und ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu f?rdern. Und fünftens müsse eine gerechte, ausgewogene, gleichberechtigte und geordnete internationale Ordnung konsequent gewahrt und weiterentwickelt werden.
Xi erinnerte daran, dass in diesem Jahr der 80. Jahrestag des Sieges im Widerstandskrieg des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression und im antifaschistischen Weltkrieg sowie die Gründung der Vereinten Nationen begangen werde. Er rief dazu auf, ein korrektes Verst?ndnis der Geschichte zu f?rdern, die Errungenschaften des Weltfriedens zu verteidigen und das internationale System mit den Vereinten Nationen als Kern zu st?rken, um mehr zur Stabilit?t und Sicherheit in der Welt beizutragen.
Abschlie?end bekr?ftigte er den Willen Chinas, gemeinsam mit den zentralasiatischen L?ndern den China-Zentralasien-Geist weiterzutragen, das Ziel der Gemeinschaft mit geteilter Zukunft fest im Blick zu behalten und die China-Zentralasien-Zusammenarbeit kontinuierlich zu vertiefen.
Vor Beginn des Treffens fand ein offizielles Gruppenfoto der sechs Staatsoberh?upter statt.
Nach dem Treffen unterzeichneten Xi Jinping und die Staatsoberh?upter der fünf zentralasiatischen L?nder gemeinsam die Astana-Erkl?rung des zweiten China-Zentralasien-Gipfels sowie den Vertrag über eine dauerhafte nachbarschaftliche Freundschaft und Zusammenarbeit.
Sie wohnten zudem gemeinsam der Einweihung von drei China-Zentralasien-Kooperationszentren sowie einer Kooperationsplattform zur Erleichterung des Handels bei.