Dieses Foto zeigt Kurt Van Rysselberge, Leiter von Bekaert China, bei einem Interview mit Xinhua w?hrend des 6. Qingdao Multinationals Summit in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong, 18. Juni 2025. (Xinhua/Wu Feizuo)
Am Veranstaltungsort des 6. Qingdao Multinationals Summit blickte Umberto Englmann, Operations-Leiter bei der deutschen E-Commerce-Firma Internet Up GmbH, auf die Küstenlinie der ostchinesischen Gastgeberstadt und dachte über ihre Vitalit?t nach.
?Sie ist dynamisch, offen und innovativ“, sagte er. ?Man spürt, dass China bereit ist, mit internationalen Unternehmen aus Europa und anderen Regionen zu wachsen.“
Seine Beobachtungen spiegeln eine g?ngige Sichtweise wider, die von vielen europ?ischen Führungskr?ften geteilt wurde, die an dem Gipfel vergangene Woche teilnahmen. Insgesamt kamen hier 570 Teilnehmer aus 43 L?ndern und Regionen zusammen. Für viele sind Chinas riesiger Markt, seine ?ffnung auf hohem Niveau und sein Ruf als innovatives Produktionszentrum nach wie vor ein wichtiger Motor für nachhaltiges Wachstum.
Roland Lukas, Finanzdirektor von Internet Up, sagte, dass der Erfolg des Unternehmens eng mit China verbunden sei.
?Unsere Snapbuy-Plattform stellt eine Brücke zwischen asiatischen Verk?ufern und westlichen Verbrauchern dar. Es ist einfach, Waren aus China nach Europa und in die USA zu bringen, da die Lieferketten in China sehr gut organisiert sind“, sagte er. ?Die M?glichkeiten sind riesig, und China ist sehr wichtig für unser Wachstum.“
Internet Up, eines der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Unternehmen in Europa, suche Lukas zufolge neue Produktions- und Logistikpartner in China, um seine Pr?senz weiter auszubauen.
Aus einem w?hrend des Gipfels ver?ffentlichten Bericht geht hervor, dass die Betriebseinnahmen und Gewinne gro?er ausl?ndisch investierter Industrieunternehmen in China im Jahr 2024 im Vergleich zu 2019 um 14,5 Prozent bzw. 12,5 Prozent gestiegen sind.
Chinas starke Innovationskapazit?ten und robuste Industrie- und Lieferkettensysteme haben dazu beigetragen, dass multinationale Unternehmen ihren globalen Wettbewerbsvorsprung halten konnten.
Die belgische Bekaert-Gruppe, ein weltweit führender Anbieter von Technologien zur Verarbeitung und Beschichtung von Stahldraht, ist seit langem auf dem chinesischen Markt vertreten. Das Unternehmen hat seit 1993 mehr als 1,5 Milliarden Euro in China investiert und plant weitere Investitionen.
?Wir aktualisieren unser Produktportfolio, insbesondere im Bereich der energiesparenden und umweltfreundlichen Technologien“, sagte Kurt Van Rysselberge, Leiter von Bekaert China, und fügte hinzu, dass sich China zu einem innovativen Produktionsstandort entwickele, was ein sehr günstiges Umfeld für multinationale Unternehmen darstelle.
Bekaert sei Teil dieser Wertsch?pfungsketten, so der Gesch?ftsführer. Dies biete enorme M?glichkeiten, einen positiven Kreislauf zu schaffen, um kohlenstoffarme Produkte zu entwickeln, die auf den Weltm?rkten sehr wettbewerbsf?hig sein werden.
Bekaert treibt die Innovation in Bereichen wie Wasserstofferzeugung, Reifensicherheit, Offshore-Windkomponenten und nachhaltiges Bauen voran, und viele der Innovationen kommen aus China.
In diesem Jahr wird der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und der Europ?ischen Union begangen. Beide Seiten sind zu den wichtigsten Handelspartnern des jeweils anderen geworden, wobei der j?hrliche bilaterale Handel in den letzten 50 Jahren von 2,4 Milliarden US-Dollar auf 780 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.
?In den letzten 50 Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen China und der EU für beide Seiten einen immensen Wert geschaffen“, sagte Jens Eskelund, Pr?sident der Handelskammer der Europ?ischen Union in China. ?Der Zugang zu Chinas Lieferkette hat den europ?ischen Verbrauchern zus?tzliche Kaufkraft verschafft und China in die globale Wertsch?pfungskette integriert.“
Eskelund fügte hinzu, dass Chinas Investitionen in Humankapital, einschlie?lich der j?hrlichen Produktion von Ingenieuren, das Land zu einem guten Partner für die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung gemacht habe. Für viele europ?ische Unternehmen sei China nicht nur ein Markt, sondern auch ein Ort der Innovation und der gemeinsamen Entwicklung, sagte er.
Chinas Bemühungen um den Aufbau eines erstklassigen Gesch?ftsumfelds, einschlie?lich erweiterter Visafreiheit, Inl?nderbehandlung für ausl?ndische Investitionen und verkürzter Negativlisten für einen besseren Marktzugang, haben das Vertrauen der Investoren gest?rkt.
Mit Blick auf die Zukunft sagten europ?ische Führungskr?fte, dass die Dynamik der Zusammenarbeit nur noch zunimmt. ?Chinas ?ffnung ist sehr vorteilhaft für die Welt und auch für China selbst. Wir k?nnen zusammenarbeiten und gute Gesch?fte machen“, sagte Lukas.