Besucher beobachten einen Roboter, der im Ausstellungsbereich von Siemens w?hrend der China International Supply Chain Expo 2024 in Beijing am 29. November 2024 Getr?nke mischt. (Foto von VCG)
China und Deutschland sollten ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der industriellen künstlichen Intelligenz vertiefen, um ein starkes Wachstumspotenzial für die zweit- und drittgr??te Volkswirtschaft der Welt freizusetzen, so führende Experten aus dem In- und Ausland.
Sie wiesen darauf hin, dass die unterschiedlichen St?rken der Wertsch?pfungsketten und die unterschiedlichen technischen Denkweisen der beiden Volkswirtschaften im Bereich der industriellen KI eine starke Komplementarit?t aufweisen. Ihr gemeinsamer Schwerpunkt auf Fertigung und Produktivit?tswachstum unterstreicht auch das gro?e Potenzial für eine engere Zusammenarbeit.
?Wenn diese beiden Volkswirtschaften in Fragen der Daten, Algorithmen und einiger ethischer Fragen zusammenarbeiten, kann das meiner Meinung nach die Einführung von KI in der Industrie vorantreiben“, sagte Peter Koerte, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und gleichzeitig Chief Technology Officer und Chief Strategy Officer des Konzerns.
Auf einer akademischen Veranstaltung der Guanghua School of Management der Peking-Universit?t sagte Koerte, Deutschland verfüge über ein bedeutendes Know-how in Branchen wie der Pharmaindustrie und Elektronik, w?hrend China in Sektoren wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und dem Bauwesen besondere St?rken aufweise.
In Anerkennung dieser komplement?ren Kr?fte und St?rken zwischen China und Deutschland sagte Koerte, dass die beiden Volkswirtschaften gleichzeitig die Leidenschaft für die Produktion, für Technologie und für das Ingenieurwesen teilen würden.
?China ist beileibe nicht nur ein Produktionskraftwerk. Es ist auch ein Kraftzentrum für Innovation“, sagte er. ?Wenn wir offen dafür sind, ohne vorgefasste Meinungen voneinander zu lernen, glaube ich, dass wir beide besser dran sind.“
Koerte fügte hinzu, dass seiner Meinung nach deutsche Ingenieure Wert auf Pr?zision legen, w?hrend ihre chinesischen Kollegen sich auf Schnelligkeit und praktische L?sungen konzentrieren, was ebenfalls den Wert und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit widerspiegele.
Liu Qiao, Dekan der Guanghua School of Management der Peking-Universit?t, sagte auf der gleichen Veranstaltung, dass sich die zweit- und drittgr??ten Volkswirtschaften der Welt in Bezug auf die Position in der Wertsch?pfungskette erg?nzen würden.
China befinde sich derzeit in einem Prozess des übergangs von nachgelagerten zu vorgelagerten Wertsch?pfungsketten, w?hrend Deutschland viele sehr starke Positionen in vorgelagerten Sektoren innehabe, sagte Liu und fügte hinzu, dass die beiden Volkswirtschaften zusammen effektiv die gesamte Wertsch?pfungskette fast aller Produktionssektoren abdecken würden, was die Bedingungen für die gemeinsame Entwicklung von KI schaffe.
Angesichts der zunehmenden geopolitischen und globalen Handelsunsicherheiten sagte Liu, dass die grundlegende L?sung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in China in der F?rderung des Produktivit?tswachstums liege, wobei neue Technologien eine sehr wichtige treibende Kraft seien.
Liu, der auch Finanzprofessor ist, fügte hinzu, dass Deutschland wahrscheinlich die gleichen Ziele verfolge, was den beiden Volkswirtschaften eine Grundlage für die Zusammenarbeit in technologiebezogenen Bereichen biete.
Bei der Diskussion über KI-gestützte Produktion sagte Koerte, dass 80 Prozent der Industriedaten derzeit nicht zug?nglich seien.
?Wenn wir diese Daten nutzen, k?nnen wir einen erheblichen Wert daraus sch?pfen“, sagte er. Am Beispiel der Batterieherstellung sagte er, dass die Anwendung von KI und Daten in den 13 für die Batterieproduktion erforderlichen Fertigungsprozessen die Produktausbeute von 60 Prozent auf 90 Prozent steigern k?nnte.